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20 Praktische Tips und Informationen für Lehrer:innen

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1.   Zeigen Sie Schülern mit Lese-/Rechtschreibschwäche und/oder

Rechenschwäche ein Interesse an ihren Problemen und haben Sie Geduld, Ausdauer und Verständnis.

2.   Vermeiden Sie es, im Zusammenhang mit ihrer Schwäche von Störung,

Behinderung oder Krankheit zu sprechen. 

 

3.   Heben Sie Stärken und Talente (z.B. Kreativität, Phantasie, Sportlichkeit,

Empathie, soziale Kompetenz,...) der Schüler hervor, um ihr Selbstwertgefühl zu festigen und Vertrauen aufzubauen.

 

4.   Berücksichtigen Sie die Sprunghaftigkeit der Schüler hinsichtlich 

Aufmerksamkeit und Denken. Helfen Sie den Kindern, sich zu fokussieren, ihre Gedanken zu ordnen und das Denken und Handeln in Einklang zu bringen. 

 

5.   Lob, auch für geringe Fortschritte, ist wichtig und sollte häufig vorkommen.

Vermeiden Sie Vergleiche mit den Mitschülern.

 

6.   Die Förderung von betroffenen Schülern soll möglichst einzeln oder in

kleinen Gruppen differenziert durchgeführt werden. Übungseinheiten sollten nur in kurzen Sequenzen stattfinden.

 

7.   Achten Sie darauf, dass der Arbeitsplatz ruhig, ordentlich und

angenehm gestaltet ist, betroffene Schüler profitieren von einer Vertrauensperson.

8.   Versuchen sie zu erkennen, welcher Lerntyp am ehesten dem Kind

entspricht (visuell, auditiv, haptisch, kommunikativ) und passen sie ihre Erklärungen entsprechend an. 

9.   Vermeiden sie Überforderung um Motivation und Interesse zu erhalten.

Passen sie bei Freiarbeiten und Hausübungen den Umfang an die Möglichkeiten des Kindes an.

10. Erteilen Sie Betroffenen besonders klare Arbeitsaufträge und lassen Sie

die Kinder die Aufträge wiederholen. Überprüfen Sie, ob die Schüler die gestellte Aufgabe verstehen und geben Sie ihnen ausreichend Zeit.

 

11. Vermeiden Sie langes Abschreiben. Achten sie darauf, dass betroffene

Kinder gerade zur Tafel blicken können. 

12. Die Kinder brauchen ein übersichtliches und deutliches Schriftbild, z. B.

auf der Tafel und auf Arbeitsblättern. Fettgedruckte Überschriften, einfache Schriftarten, eindeutige Absätze und grafische Erklärungen sind hilfreich - weniger ist mehr!

 

13. Denken sie daran, dass Vorlesen und Vorrechnen für die betroffenen

Kinder oft sehr unangenehm ist - seien dies diesbezüglich achtsam.

 

14. Selbst bei korrektem Lesen kann es gut sein, dass die Schüler dennoch den

Sinn und Inhalt des Textes nicht erfassen können. 

 

15. Beachten Sie, dass sich die Lese-/Rechtschreibschwäche bzw.

Rechenschwäche sich auch auf andere Unterrichtsfächern auswirkt.

 

16. Betroffene Kinder können in aller Regel keine guten Mitschriften

verfassen, weil sie Probleme haben, gleichzeitig zu hören und zu schreiben.

 

17. Mit den herkömmlichen Korrekturzeichen allein ist diesen Kinder wenig

geholfen. Geben sie immer die richtige Schreibweise (Wort, Zahl) an.  

18. Gewichten sie in der Beurteilung schriftlicher Arbeiten die

Rechtschreibung weniger und stellen vielmehr Inhalt und Ausdruck in den Vordergrund. Berücksichtigen sie bei Rechenaufgaben neben dem Ergebnis vor allem auch den Rechenweg.

19. Legen sie in der Gesamtbeurteilung ein besonderes Gewicht auf die

mündlichen Überprüfungen.

20. Suchen sie bei Verdacht auf Lese-/Rechtschreib- oder

Rechenschwäche das Gespräch mit den Eltern und empfehlen sie nach Ausreizen ihrer eigenen Fördermöglichkeiten eine kompetente und individuelle außerschulische Förderung.

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